Europameisterschaften Frauen und mU21 – Rückblick

Nachdem am vorletzten Wochenende sich unsere Gold-Mädels und -Jungs in Hohenlockstedt die Europameisterschaften bei der wU18 und mU18 sichern konnten, wollten die deutschen Frauen- und mU21-Nationalmannschaften am vergangenen in Lazne Bohdanec (Tschechien) bei den diesjährigen Europameisterschaften nachlegen. Dieses  Vorhaben gelang eindrucksvoll! Beide Teams sicherten sich ungeschlagen die Titel. Für die Frauenmannschaft war es der dritte Titelgewinn in Folge und unser mU21-Team holte sich den Titel von Österreich wieder zurück. Herzlichen Glückwunsch.Europameisterschaft Frauen

Große Freude nach dem vierten Titelgewinn in Folge bei der deutschen Frauennationalmannschaft
Bildquelle: HP DFBL

Neun teilnehmenden Mannschaften (Deutschland, Österreich, Schweiz, Dänemark, Tschechien, Serbien, Belgien, Italien und Polen) wetteiferten bei der diesjährigen Meisterschaft um den Titel, Zweifels ohne war unser Team als Titelverteidiger der Topfavorit und musste sich eigentlich nur gegen Österreich (stand in der Vorrunde bereits als Gruppengegner fest)  und gegen die Schweiz (könnte im Halbfinale auf Deutschland treffen) Sorgen machen. Zum „Warmspielen“ gehörten dann auch die ersten drei Partien. Gegen Gastgeber Tschechien gelang ein lockeres 11:2 und 11:2. Es folgte gegen Italien ein ungefährdetes 11:4 und 11:2 und auch unser Nachbar aus Dänemark musste sich mit 11:2 und 11:1 geschlagen geben. Erst danach traf unsere Mannschaft mit Österreich auf eine ganz andere Hausnummer. Die Alpenländerinnen setzten sich während der gesamten Begegnung heftig zur Wehr und unser Team unter ungewohnten Druck; konnten am Ende aber nicht verhindern, das die beiden Punkte nach dem 15:13 und 11:8 in Deutschland blieben. Ungeschlagen und ohne Satzverlust erreichten unsere Frauen das für Samstag angesetzte Halbfinale. Gegner war Serbien, das sich nach der Vorrunde und den Überkreuzspielen für das Halbfinale qualifizieren konnte. Nachdem der Spielmodus am Samstag auf drei Gewinnsätze festgesetzt war, erreichte unsere Mannschaft nach dem ungefährdeten 11:8, 11:2 und 11:1 das Finale. Hier traf sie dann ein weiteres Mal auf Österreich, dass sich nach einem spannenden Halbfinale gegen die Schweiz mit 3:0 Sätzen behaupten konnte. Wie bereits in der Vorrunde entwickelte sich zwischen diesen beiden Teams ein spannendes Finale, das Deutschland sogar den ersten Satzverlust einbringen sollte. Nach dem Gewinn des ersten Satzes (11:8) ging der zweite Satz nach dem 9:11 an Österreich. Danach gewann Deutschland, bedingt auch durch die Eigenfehler der Gegnerinnen, wieder die Oberhand und sicherte mit dem Gewinn des dritten (11:7) und vierten Satzes (11:8) das Match und die Europameisterschaft. Mit diesem Erfolg qualifizierte sich die deutsche Frauennationalmannschaft für die Teilnahme an den World Games 2021 in Birmingham (USA). Herzlichen Glückwunsch!

Einzelergebnisse

Freude und Erleichterung pur:
Europameisterschaft für Deutschland.
Bildquelle: S. Spille

Europameisterschaft mU21

Wie auch bei der EM der mU18 hatten mit Deutschland, Österreich und der Schweiz nur drei Teams ihre Teilnahme gemeldet. Daher stand bereits fest, dass der Sieger der Vorrunde das Endspiel bestreiten wird. Der Gruppenzweite und -dritte konnten

Marten Kabbe und Rouven Kadgien in Aktion.
Bildquelle: Ch. Kadgien

sich nach der Vorrunde dann in einem Überkreuzspiel für das Finale qualifizieren. Ob für Deutschland das direkte Erreichen des Finales ein Selbstgänger werden sollte,  sollte sich erst zeigen. Zum deutschen Aufgebot gehörten u.a. Rouven Kadgien und Marten Kabbe (beide VfL Kellinghusen) zwei großartige Faustballspieler aus Schleswig-Holstein. Beide zeigten bei ihren Einsätzen jeweils ein starke Leistung. Insbesondere Rouven Kadgien konnte nach einer einjährigen Verletzungspause endlich wieder auf seiner Lieblingsposition (Angriff) eingesetzt werden und beeindruckte dabei mit seiner Sicherheit, Konstanz und Führungsqualitäten. „Wir

Rouven Kadgien, Mannschaftsführer der deutschen Mannschaft, durfte sich über ein Sonderlob des Bundestrainers freuen.
Bildquelle: Ch. Kadgien

wollten ihn trotz seiner Verletzung unbedingt dabei haben. Und er hat das Vertrauen wiedergegeben. Er stand als richtiger Kapitän auf dem Platz und hat großartig gespielt“, gab es ein großes Lob von Hartmut Maus, der im gleichen Atemzug das gesamte Team einbezog. „Was die Jungs geleistet haben war echt stark.“ so der Trainer (Quelle: Bericht HP DFBL).

Im Auftaktspiel am Freitag gegen die Schweiz geriet unser Team zwar in Satzrückstand (1. Satz Schweiz 11:7), fanden danach nach einem harten Stück Arbeit und einigen Abstimmungsschwierigkeiten aber wieder zurück in die Spur und konnte nach dem Gewinn der Sätze zwei (11:6), drei (11:9) und vier (13:11) die ersten beiden Punkte verbuchen. Das Spiel gegen Österreich wurde dann zum Spiegelbild des ersten Spieles. Auch hier geriet unsere Mannschaft nach dem ersten Satz (9:11) in den Rückstand, wurden dann aber immer stärker und erreichten mit dem anschließendem 11:8, 11:6 und 11:8 den direkten Finaleinzug. Finalgegner sollte wieder Österreich werden, das zuvor im Halbfinale die Schweiz mit 3:0 bezwingen konnte. Gegenüber zum Vortag konnte sich unsere Mannschaft noch einmal steigern. Während der österreichischen Mannschaft immer wieder Eigenfehler unterliefen stand Deutschland in der Defensive

Die beiden frischgebackenen Europameister des VfL Kellinghusen:
Rouven Kadgien und Marten Kabbe
Bildquelle: Ch. Kadgien

unheimlich sattelfest und konnte sich im Angriff auf Punkte von Hauke Rykena und Rouven Kadgien verlassen. Mit dem 11:7, 11:3 und 11:7 feierte unsere Mannschaft einen ungefährdeten Sieg und holte sich die im Vorjahr an Österreich verlorene Europameisterschaft wieder zurück nach Deutschland. Herzlichen Glückwunsch!

Europameister 2019:
Deutsche mU21-Mannschaft
Bildquelle: Ch. Kadgien

Einzelergebnisse

Thomas Boll